Das Frauenwahlrecht ist ein Grundrecht - die Hälfte der Macht den Frauen

Sybille Mattfeldt-Kloth und Barbara Hansmann

Ein Gruppenbild mit Dame hat für uns Grüne aber noch nichts mit Gleichberechtigung in politischen Ämtern zu tun“, leitete die Helmstedter grüne Ratsfrau , Sybille Mattfeldt-Kloth, die Frauenveranstaltung ein.

Eingeladen hatte der Helmstedter Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen zu einem frauenpolitischen Abend.

Ein Grund zum Jubeln gibt es immer noch nicht. Trotz zahlreicher Erfolge und rechtlicher Verbesserungen ist die Gleichstellung lange nicht erreicht. Noch immer haben Frauen mit Gerechtigkeitslücken im Beruf und Alltag zu kämpfen. Nach der Familiengründung stellt sich den Frauen die Frage, Beruf und Familie vereinbar zu machen. Frauen sind in Führungs- und Entscheidungspositionen unterrepräsentiert. Frauen sind weiterhin mit Niedriglöhnen konfrontiert.

Trotz einiger Erfolge und rechtlicher Verbesserungen ist die Gleichstellung zwischen Mann und Frau noch lange nicht erreicht“, kritisiert das Vorstandsmitglied vom Helmstedter Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen, Barbara Hansmann. So liegt Studien zufolge die Gewährleistung der täglichen Ernährungsversorgung nach wie vor in Frauenhänden. „Und es sind die Frauen, die bei der Arbeit fehlen, wenn sie kranke Kinder zu Hause betreuen müssen“, gibt Hansmann zu bedenken.

Aktive Mitgestaltung und Forderungen durchzusetzen, erfordert auch Mut. „ Sich gemeinsam mit anderen Frauen über Netzwerke zusammenzuschließen und an einem Strang zu ziehen, könnte zu Lösungsfindungen im Sinne der Gleichberechtigung beisteuern“, so Mattfeldt-Kloth.

Bei dem nächsten Gang zur Wahlurne sollte deshalb in Erinnerung sein, mit welcher Kraft und Anstrengung Frauen in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten für die Gleichstellung von Frauen gekämpft haben, in leiser Form am Schreibtisch und in lautstarker Form bei öffentlichen Reden.

Jubelpunkte wären gleicher Lohn für gleiche Arbeit, gleiche Verteilung von verantwortlichen Positionen, gleiche Chancen in Bildung und Beruf mit den Rahmenbedingungen für gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten.

Weitere Forderungen: Die Aufteilung der Elternzeit paritätisch zwischen Vater und Mutter strukturell zu unterstützen, keine beitragsfreie Mitversicherung beim Ehepartner, vielfältige Lebensentwürfe von Männern und Frauen müssen anerkannt werden .

Grüne Frauen lehnen eine Politik ab, die Frauenpolitik auf Familienpolitik reduziert“, resümiert die grüne Ratsfrau Sybille Mattfeld-Kloth.

Nur durch ein Emanzipationsbedürfnis beider Geschlechter ist Gleichberechtigung zu verwirklichen, so das Statement der grünen Frauen.



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