15.02.2021

Velpke will auch ohne Klimamanagerin umweltfreundlicher werden

Die Samtgemeinde hat sich 2013 ein Klimaschutzkonzept gegeben. Seit dem wurde bereits einiges erreicht: Die Straßenbeleuchtung soll Flächendeckend auf LED umgestellt werden, so wie in Danndorf und Grafhorst bereits geschehen. Auch die Beleuchtung in Turnhallen wird auf LED umgerüstet. Die Verwaltung hat eine öffentliche Ladesäule vor dem Rathaus aufstellen lassen an der sie auch ihren eigenen E-Golf tankt. Auf verschiedenen Gebäuden der Gemeinde arbeiten Photovoltaikanlagen und geheizt wird mit besonders effektiven Anlagen. Jedoch wird die Hitze noch über einen Verbrennungsprozess erzeugt. Hier sieht Dietrich Hansmann von den Grünen aus dem Samtgemeinderat großes Potential zur CO2 Einsparung. Beispielsweise stünden in Bahrdorf 5 kommunale Gebäude sehr nah beieinander: Grundschule, Lapauhalle, Feuerwehrgerätehaus und zwei Kitas. Hier könnte man ein Wärmenetz mit einer zentralen Heizung in Form eines Blockheizkraftwerkes installieren. Zwar würden diese in der Regel noch fossile betrieben, man könne sie aber auf Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen umrüsten, so Hansmann. Ab 2030 dürften ohnehin keine fossilen Heizungsanlagen mehr in kommunalen Gebäuden verbaut werden. Für andere Standorte seien Wärmepumpen oder Wärmerückgewinnungsanlagen gute Optionen. Zu handeln sei auf jeden Fall notwendig sagt Dietrich Hansmann, denn "Wenn wir das erklärte Ziel 2050 erreichen wollen, müssen wir den CO2-Ausstoß Jahr für Jahr um drei Prozent senken. Seit unserem Energiekonzept 2013 haben wir aber noch keine 21% erreicht."
Im Rathaus sieht man sich dem Klimaschutz ebenfalls weiterhin verpflichtet, auch wenn die Stelle der Klimamanagerin Nicht erneut besetzt wird. Der Bürgermeister betont jedoch, dass die Samtgemeinde im Vergleich zu anderen Regionen gut da stünde und sieht keine weiteren Einsparungsmöglichkeiten an den Gebäuden der Kommune. Der nun für den Klimaschutz zuständige Fachbereich III erklärt, dass alle mitmachen müssen um den Klimaschutz weiter voran zu treiben. Bei dem Einsatz von weniger, dafür aber höheren und effizienteren Anlagen in den Windparks Papenrode und Volkmarsdorf ist man sich jedoch einig. Klimaschutz ginge nicht ohne Windkraft so die Leiterin des Fachbereich III, Stefanie Wilke. Dietrich Hansmann sieht hier außerdem das Potential aus einem Energieüberschuss Wasserstoff, zum Beispiel für ein Blockheizkraftwerk, herzustellen.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 30.01.2021



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