Tschernobyl nicht vergessen! Mit den Grünen wird es keine Renaissance der Atomkraft geben

Atomkraft - Nein Danke !
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl als eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten jährt sich am Sonntag zum 23. Mal. 400.000 Menschen mussten damals aus ihrer Heimat umgesiedelt werden. Tausende Menschen starben, viele erkrankten schwer. Innerhalb weniger Tage breitete sich die Strahlung auch nach Westeuropa aus.
Die Vorstandsmitglieder des Helmstedter Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen wollen daher dieses Ereignis in der Bevölkerung nicht in Vergessenheit geraten lassen. Einige persönliche Begebenheiten wurden wieder wach, als an die vergangenen Geschehnisse gedacht wurde: Pilze sollten jahrelang nicht gesammelt werden, Sandkisten für Kinder wurden gesperrt, Sportplätze wurden gesperrt usw.
Auch heute sind noch Rückstände in Pflanzen und Tiere nachweisbar.
„Das Unglück in Tschernobyl war für mich der ausschlaggebende Punkt, gegen Atomkraft zu kämpfen“, so die Aussage eines Mitgliedes.
„Spätestens seit Tschernobyl sollte jedoch jedem klar sein: Atomkraft ist lebensgefährlich, teuer, schützt das Klima nicht und erzeugt hochgefährlichen Müll, den bisher niemand sicher entsorgen kann“, betont Barbara Hansmann. Daher sei der Ausstieg aus der Atomenergie heute noch genau so unabdingbar wie gestern. „Die erfolglose, von Pannen begleitete Suche nach einer sicheren Endlagerlösung lässt nur eine Konsequenz für die Atomenergie zu: Kein Ausstieg aus dem Ausstieg! Keine Laufzeitverlängerungen für AKWs!“, fordert daher Jörn Riegel!
Zusätzlicher Atommüll vergrößert bereits mehr die Gefahren für Mensch und Umwelt. Atomenergie löst die Energiefrage keineswegs.
Die Atomkonzerne führen Klimaschutz und Versorgungssicherheit im Munde, doch in Wahrheit geht es um Profit und Macht. Sie wollen maximale Gewinne aus den alten, längst abgeschriebenen Meilern herausholen und gleichzeitig die Machtstrukturen auf dem Energiemarkt für die Zukunft zementieren, lautet die Kritik. Mit der Angst vor einer angeblichen „Stromlücke“ und dem Lockmittel Strompreissenkung solle die Akzeptanz für die Atomkraft erhöht werden.
„Doch das ist Augenwischerei. Die „Stromlücke“ ist eine Mär und eine Laufzeitverlängerung würde zusätzliche Milliardengewinne in die Kassen der Stromkonzerne spülen“, empört sich Torsten Koch Kandidat der Grünen zur Bundestagswahl und kündigt an: „ Ein Ausstieg aus dem Atomausstieg wird es mit den Grünen nicht geben.“
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