Erfolgreiche Aktion gegen Atomkraft und Endlagermurks


Helmstedter Grüne unterstüzten die Anti-Atom-Bewegung der Asse

Ein unübersehbares Zeichen gegen Atomkraft und Endlagermurks - das war die Lichterkette, an der sich am Donnerstagabend auch viele Menschen aus dem Landkreis Helmstedt beteiligt haben. Die Initiative gegen das Atommüllendlager Morsleben hatte mit Unterstützung des Helmstedter Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen und der Jusos in der SPD einen Bus organisiert.

Die 50 Teilnehmer aus Helmstedt, Königslutter und Schöningen schlossen die 52 km lange Lichterkette am Skandallager Asse II. "Wir haben hier die marode Atommüllkippe Morsleben vor der Tür" sagt Andreas Fox von der Helmstedter Bürgerinitiative. "Seit Jahren sind die Betreiber nicht in der Lage, einen tragfähiges Konzept für die Stilllegung zu veröffentlichen." Dabei wurde hier nach 1989 noch mehr Atommüll abgekippt als schon zu DDR-Zeiten.

Morsleben, Asse II, Schacht Konrad, Gorleben - in einem 100-km-Umkreis offenbart sich das ganze Elend der ungelösten Endlagerfrage. Die abendliche 30 minütige Aktion war eine eindrückliche Mahnung. " Immerhin strahlt der Müll über Tausende von Jahren. Wie leichtfertig und unverantwortlich mit Atommüll umgegangen wurde und wird, muss immer wieder an die Bürger herangetragen werden", so der Vorstandssprecher der Grünen, Volker Möll. "Es ist höchste Zeit, Vergangenes aufzuklären und die Verantwortlichen Rechenschaft ablegen zu lassen!"

Der gesetzlich festgelegte Ausstieg aus der Atomenergie wird aktuell aus durchsichtigen Gründen wieder in Frage gestellt. "Allerdings würde eine Verlängerung der beschlossenen AKW-Laufzeiten oder gar ein Neubau das Entsorgungsproblem nur noch verschärfen", so der Juso-Unterbezirksvorsitzende Benedikt Beuter. "Mit dem Festhalten an der riskanten Atomenergie würden wichtige Investitionen für effizientere Kraftwerke und für erneuerbare Energien verhindert".

"Wie lange soll eigentlich noch Atommüll produziert werden ? Gilt Profit mehr als gesundes Leben ? Die Würde des Menschen und die Schöpfung müssen geschützt bleiben - dafür lohnt es sich zu kämpfen", so das Statement der vielen engagierten Bürger vor Ort.

Die Initiative gegen das Atommüllendlager Morsleben ist zu erreichen unter
Tel. 05351/41861 oder bi-morsleben(at)gmx.de



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